11 April 2009
Mein erster Pecha Kucha Abend (Köln)
Falls du nicht weißt, was es ist, kannst du hier über Pecha Kucha Nights nachlesen (englisch).
Schon aufgeregt!!
Heute habe ich zum ersten Mal eine Pecha Kucha Night besucht, diese fand in Köln statt (März 2009). Dies ist eine neuartiges Präsentationsformat, wo jeder Redner 20 Folien benutzen darf, wobei jede Folie 20 Sekunden aufgezeigt wird, so dass jede Präsentation genau 6 Minuten und 40 Sekunden lang ist.
Ich bin eine halbe Stunde vor Einlass angekommen und dachte ich wäre dann auf der sicheren Seite und wäre wahrscheinlich die erste Person dort. Überraschung: Ca. 15 Leute waren schon da! 15 Minuten später war die Schlange hinter mir auch schon 20 Meter lang! Als dann endlich Einlass war, ist die Schlange auf 30-40 Meter gewachsen, wenn nicht länger. Leider konnte ein Blogger-Freund von mir (er hat auch einen Präsentationsblog) nicht mitkommen, weil er beim Laufen Schmerzen hatte (gute Besserung, Michael!). Aber es gab mir die Gelegenheit, mal ein bisschen bei den Gesprächen mitzuhören.
Wer ist denn das Publikum?
Die Leute vor mir haben über Facebook und New York geplaudert, während der Typ hinter mir einer Frau gerade paar Bilder auf seinem Blackberry zeigte. Ich behaupte mal, dass die meisten Leute hier coole technische Spielzeuge haben… ich fühlte mich fast komisch, weil ich kein Handy mit Internettauglichkeit habe. Von dem was ich gehört habe, würde ich raten, dass viele von den Leuten Kunst- und Architekturstudenten sind. Ich hatte mal paar Leute gefragt, wo sie von dieser Pecha Kucha Night gehört haben, anscheinend gab es vor wenigen Wochen einen Artikel auf Spiegel Online mit dem Titel “Popstars des Power-PowerPoint” (ironisch dass heute abend nur mit Macs und Keynote gearbeitet wurde). Die Veranstalter von diesem Abend sind wohl von einer größeren Halle zu diesem kleineren Platz gewechselt, da früher die Räume nicht gefüllt sind. Anscheinend haben sie den Ansturm durch den Spiegel-Artikel unterschätzt.
Als ich dann endlich reinkam (5 Euro Eintritt) habe ich einen Platz in der 5. oder 6. Reihen eingenommen und hatte somit gute Sicht (es waren immer noch ca. 15 Reihen hinter mir und viele Leute mussten stehen). Als der Raum sich füllte, wurden Leute mit ihrer Sitzauswahl immer kreativer. Einige saßen im Gang zwischen den Stühlen, andere haben sich den Platz vor der ersten Sitzreihe geschnappt.

Credits: Annette Etges www.annetteetges-photography.com (Editiertes Originalbild)
Die Schlange, die nicht aufhörte zu wachsen.

Credits: Annette Etges www.annetteetges-photography.com (Editiertes Originalbild)
Die Sicht von vorne. (In meinem englischen Blog habe ich über die Drittel-Regel geschrieben, und diese Technik habe ich beim Editieren dieses Bildes benutzt.) Das bin ich auf der linken Seite, der gerade nach rechts schaut.
Und dann hat’s begonnen…
Ca. eine Stunde nach Einlass hat dann die Pecha Kucha Night begonnen. Es gab nur eine kurze Einführung von der Veranstalterin und direkt fing es mit der ersten Präsentation an. Und da war auch schon der Erste: Ein Mitglied einer Punk-Band im Hähnchen-Anzug, der gegen Pelznutzung protestiert, in dem er eine Liebesgeschichte erzählt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals so etwas sehen werde! Anscheinend macht es Pecha Kucha möglich. Sogar eine von Deutschlands wenigen Web-Prominenten war dabei, die Moderatorin von Ehrensenf, eine Online-Show, die täglich 3,5-minütige lustige Clips zeigt und in den letzten Jahren ziemlich bekannt geworden ist. Eine Präsentation war sogar auf Englisch und ich hatte das Gefühl, das alle die Witze verstanden haben… was mich glücklich macht: Denn somit kann ich meine Präsentation bei der Pecha Kucha Night auch auf Englisch machen!
Nach 6 Präsentationen wurde die 20-minütige Pause angekündigt.

Credits: Annette Etges www.annetteetges-photography.com (original image edited a bit)
Das mit dem Hähnchen-Anzug war kein Witz!
Nächste Woche: Teil 2 des Abends
Hier kannst du den ersten Teil auf Englisch lesen



