11 April 2009
Eine Kernaussage… und ein Elefant
Ziemlich oft sitze ich in einer Präsentation und auf der 3. oder 4. Folie sehe ich die Inhaltsangabe mit 6 oder 7 Bulletpoints und ich denke dann: “Oh, mann, hoffentlich schaffe ich es, wach zu bleiben.” Viele Leute probieren so viel Information wie möglich in eine Präsentation reinzustecken - das Problem dabei ist, dass der Zuhörer sich wahrscheinlich nur einen kleinen Teil merken kann. Falls der Redner also 6-7 gleich wichtige Punkte besprechen will, werde ich mir wahrscheinlich nur 1-2 Punkte merken können. Und jeder andere Zuhörer wird sich, je nach Neigung, wahrscheinlich andere Punkte merken.
Die Elefantenanalogie
Um einen Vergleich zu machen (ja, ich mag Vergleiche!): Es ist ungefähr so, als würde der Redner dem Zuschauer einen Elefanten beschreiben will und dabei die Beine, die Ohren, den Schwanz, den Rüssel, die Zähne und die graue Farbe beschreibt. Und wie gesagt, jeder Zuhörer wird sich wahrscheinlich andere Sachen merken. Eine Person merkt sich vielleicht die Ohren, eine andere Person die Beine, und wiederum eine andere Person die gefährlichen und großen Zähne.
Die Antwort? Anstatt 5 oder mehr gleich wichtige Punkte zu besprechen, ist es vielleicht sinnvoller, eine Kernaussage zu kristallisieren und diese in den Mittelpunkt stellen. Anstatt über die verschiedenen Körperteile zu sprechen, könnte man den Elefanten als großartiges, starkes Tier beschreiben, welches unter verschiedensten Umständen überleben kann. Danach kann man erklären, dass die großen, starken Beine ein Grund sind, wieso ein Elefant so großartig ist. Danach kann man damit fortführen, dass die Zähne es noch großartiger machen. Jeder der Zuhörer wird sich vielleicht nur 1-2 Eigenschaften des Elefantes merken, aber alle werden sich die Kernaussage merken können.
Also, nächstes Mal wenn du eine Präsentation vorbereitest, probiere zunächst die Kernaussage zu finden und basiere die ganze Präsentation um diese Kernaussage.
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